Kurzmitteilung

MtGox – Totschweigen? Aufsichtsbehörden bekommen Wind davon.


Die Geschehnisse der letzten Tage hat schnell dafür gesorgt, dass von jedem ein Statement kam, nur von MtGox nicht.

Wie auch immer, die letzte Stellungnahme von MtGox ließt sich wie folgt,

Dear MtGox Customers,

In the event of recent news reports and the potential repercussions on MtGox’s operations and the market, a decision was taken to close all transactions for the time being in order to protect the site and our users. We will be closely monitoring the situation and will react accordingly.

Best regards, MtGox Team

daraus geht aber nicht hervor, wieso MtGox nun auch den Handel eingestellt hat. Auf der suche nach Antworten hat mancher User versucht über die Support Seite Antworten zu erhalten, dort ließt man aber auch nur „No help desk at support.mtgox.com.“

Man sollte sich dabei vor Augen halten, dass sie nicht nur den Handel eingestellt haben, sondern die gesamte Homepage mittlerweile offline ist.

Schließlich waren die jüngsten Aussagen seitens MtGox darauf aus vertrauen bei seinen Kunden, Investoren und der Bitcoin-Gemeinschaft zu schaffen und die Wogen zu glätten. Aber wie üblich scheitert es daran, dass niemand erfährt, was hinter verschlossenen Türen besprochen wird.

In einer inoffiziellen eMail an den ehemaligen CEO Mark Kartelles zu Reuters, erläutert dieser, dass MtGox an einen entschiedenen Wendepunkt steht und die in Japan ansässige Firma bald eine entsprechende Erklärung abgeben wird.

Regulierungsbehörden nehmen Notiz

Die Reaktion auf das Verschwinden der virtuellen Branchenriesen kam ebenso schnell wie das Verschwinden an sich. Wichtige Akteure der Szene und Inhaber von entsprechenden Unternehmen äußerten sich geschlossen und distanzierten sich von MtGox.

In den U.S.A. nutzen zuweilen amerikanische Behörden, wie z.B. die Homeland Security und der Governmental Affairs Committee Chairman Tom Charper, die „Gunst der Stunde“ und haben eine Erklärung abgegeben. In dieser wird geäußert, dass US-Politiker und Aufsichtsbehörden von MtGox lernen sollten und entsprechende Gesetze auf den Weg bringen sollen — natürlich zum Schutz der Verbraucher…

“For months, our Committee has been calling on law enforcement, industry, and relevant regulators to come to the table and engage in meaningful dialogue to provide clear rules of the roads for entrepreneurs, investors, and consumers. Without these rules, businesses can’t be successful and consumers can’t be protected. If today’s news is true, it is a sad violation of consumer trust, whether through malicious action or simple incompetence. Regardless, it’s unacceptable.”

Der Vorsitzende betont, dass seine Mitarbeiter und er sehr eng mit den Bundesstellen zusammen arbeiten, um zu ermitteln, welche Lehren aus dem Scheitern gezogen werden und um weiteres sicher zu stellen, dass dieses nicht in den U.S.A. geschehen wird. Er wird weiterhin alles dran setzen, falsche Akteure zu entlarven um die gesetzestreuen zu stärken.

Man kann nur hoffen, dass eines der antreibendsten Bitcoin Länder der Welt nicht in die Verlegenheit kommt, diese und ähnliche Kryptowährungen strengen Regulierungen und Auflagen zu unterlegen.

Zuweilen ließt man auf CoinDesk, dass japanische Aufsichtsbehörden sich nicht mit den entsprechenden Kompetenzen vertraut sieht, eine Währung zu regulieren, die offiziell eben keine ist.

Bitcoin isn’t a currency; it works as an alternative to currencies, like gold. The FSA is in charge of currency-based services. Therefore, bitcoin exchanges are not a subject to our regulatory oversight.

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