Untergang

Trotz Pleite kein Kursverlust


Trotz der verheerenden Pleite MtGox’s kann man ein gutes abgewinnen. Durch die Insolvenz und die daraus resultierenden Kursverluste wurden wir wieder in den Oktober 2013 zurück katapultiert. Allerdings kann man dieses auch positiv werten, da es eben nicht weiter nach unten ging.

500 US-Dollar scheint die bisher fundamentale Grenze nach unten zu sein, da das vertrauen noch groß genug scheint, in Mengen darunter einzukaufen. Selbst ich konnte der Verlockung nicht inne halten und habe mir 2 BTCs gekauft. Ich bin mir relativ sicher, dass sich diese „Anlage“ bereits in den kommenden Wochen bezahlt machen wird.

Ich werde Euch auf den laufenden halten 😉

MtGox – Totschweigen? Aufsichtsbehörden bekommen Wind davon.


Die Geschehnisse der letzten Tage hat schnell dafür gesorgt, dass von jedem ein Statement kam, nur von MtGox nicht.

Wie auch immer, die letzte Stellungnahme von MtGox ließt sich wie folgt,

Dear MtGox Customers,

In the event of recent news reports and the potential repercussions on MtGox’s operations and the market, a decision was taken to close all transactions for the time being in order to protect the site and our users. We will be closely monitoring the situation and will react accordingly.

Best regards, MtGox Team

daraus geht aber nicht hervor, wieso MtGox nun auch den Handel eingestellt hat. Auf der suche nach Antworten hat mancher User versucht über die Support Seite Antworten zu erhalten, dort ließt man aber auch nur „No help desk at support.mtgox.com.“

Man sollte sich dabei vor Augen halten, dass sie nicht nur den Handel eingestellt haben, sondern die gesamte Homepage mittlerweile offline ist.

Schließlich waren die jüngsten Aussagen seitens MtGox darauf aus vertrauen bei seinen Kunden, Investoren und der Bitcoin-Gemeinschaft zu schaffen und die Wogen zu glätten. Aber wie üblich scheitert es daran, dass niemand erfährt, was hinter verschlossenen Türen besprochen wird.

In einer inoffiziellen eMail an den ehemaligen CEO Mark Kartelles zu Reuters, erläutert dieser, dass MtGox an einen entschiedenen Wendepunkt steht und die in Japan ansässige Firma bald eine entsprechende Erklärung abgeben wird.

Regulierungsbehörden nehmen Notiz

Die Reaktion auf das Verschwinden der virtuellen Branchenriesen kam ebenso schnell wie das Verschwinden an sich. Wichtige Akteure der Szene und Inhaber von entsprechenden Unternehmen äußerten sich geschlossen und distanzierten sich von MtGox.

In den U.S.A. nutzen zuweilen amerikanische Behörden, wie z.B. die Homeland Security und der Governmental Affairs Committee Chairman Tom Charper, die „Gunst der Stunde“ und haben eine Erklärung abgegeben. In dieser wird geäußert, dass US-Politiker und Aufsichtsbehörden von MtGox lernen sollten und entsprechende Gesetze auf den Weg bringen sollen — natürlich zum Schutz der Verbraucher…

“For months, our Committee has been calling on law enforcement, industry, and relevant regulators to come to the table and engage in meaningful dialogue to provide clear rules of the roads for entrepreneurs, investors, and consumers. Without these rules, businesses can’t be successful and consumers can’t be protected. If today’s news is true, it is a sad violation of consumer trust, whether through malicious action or simple incompetence. Regardless, it’s unacceptable.”

Der Vorsitzende betont, dass seine Mitarbeiter und er sehr eng mit den Bundesstellen zusammen arbeiten, um zu ermitteln, welche Lehren aus dem Scheitern gezogen werden und um weiteres sicher zu stellen, dass dieses nicht in den U.S.A. geschehen wird. Er wird weiterhin alles dran setzen, falsche Akteure zu entlarven um die gesetzestreuen zu stärken.

Man kann nur hoffen, dass eines der antreibendsten Bitcoin Länder der Welt nicht in die Verlegenheit kommt, diese und ähnliche Kryptowährungen strengen Regulierungen und Auflagen zu unterlegen.

Zuweilen ließt man auf CoinDesk, dass japanische Aufsichtsbehörden sich nicht mit den entsprechenden Kompetenzen vertraut sieht, eine Währung zu regulieren, die offiziell eben keine ist.

Bitcoin isn’t a currency; it works as an alternative to currencies, like gold. The FSA is in charge of currency-based services. Therefore, bitcoin exchanges are not a subject to our regulatory oversight.

Warum das Ende von MtGox eigentlich gute Nachrichten sind…?


Der Tot der größten Bitcoin Börse hätte kaum schneller kommen können.

MtGox sagt man hinterher knappe 744.408 Bitcoins „verloren“ zu haben – oder eben knapp 6 Prozent der gesamten Bitcoinmenge, die überhaupt entstehen kann. Das ist schlichtweg das Resultat eines Softwarefehlers und schlechten Managements.

Diese Informationen stammen aus den geleakten Dokument von MtGox, welches kurz nach der Bekanntgabe des Transaction Malleability Bugs seitens MtGox erschienen ist.

Das Manko ist eigentlich ein, bereits seit längeren, bekanntes Problem. Welches der Börse erst viel zu spät ins Auge gefallen ist. Das Dokument sagt aus, dass mit der Zeit ein Update geplant war/ist, aber der Schaden bereits entstanden war.

Gestern sah sich nun MtGox’s CEO Mark Karpeles dazu gezwungen, von seinen Posten zurück zu treten. Seit heute ist nun auch die Seite nicht mehr erreichbar.

Für manchen Nutzer der Börse ist diese Nachricht verheerend. Einige Reddit Nutzer berichten von hunderten BTCs, die sie dort zwischenlagerten, um sie nach der Bewältigung des Problems zu einen besseren Preis abzustoßen.

Aber es gibt Licht am Horizont.

MtGox wurde bereits je her als schwarzes Schaf bezeichnet. Schließlich hat sich dieses über Monate angebahnt und sie es nach Jahren nicht geschafft, wichtige Sicherheitsaspekte in Ihr Handeln mit einzubeziehen.

In einer gemeinsamen Erklärung haben fünf führende CEOs von Bitcoin Firmen und/oder Foundations erklärt, dass es bei jeder neuen Industrie auch falsche Mitbewerber gibt, die mit der Zeit auffallen und aussortiert werden, wie man heute auch erneut belegt bekommt. Damit distanzieren diese sich vehement von MtGox und deren Maskerade und fades Schauspiel.

Manch einer geht sogar soweit nun den Teufel an die Wand zu malen und das gesamte Projekt „Cryptocurrency“ als gescheitert zu betiteln. Dieses ist aber nicht richtig, viel mehr demonstriert uns dieses, wie fundamental dieses Projekt bereits ist. Schließlich sind noch einige hundert Euro Luft nach unten geblieben, trotz aller Schwarzmalerei und Hiobsbotschaften seitens MtGox.

Für eine Währung, die gerade mal knappe fünf Jahre existiert, seit dem im Preis über 9.200 Prozent gestiegen ist und stattliche 260 Prozent allein in den letzten 6 Monaten dazu gewann, ist das ein mehr als sattes Resümee.

So lange eine Nachfrage nach schnellen, recht anonymen und kosteneffizienten Transaktionsmöglichkeiten existiert, wird es auch Bedarf an alternativ Währungen wie Bitcoins geben.

Update, siehe hier