BTC

Trotz Pleite kein Kursverlust


Trotz der verheerenden Pleite MtGox’s kann man ein gutes abgewinnen. Durch die Insolvenz und die daraus resultierenden Kursverluste wurden wir wieder in den Oktober 2013 zurück katapultiert. Allerdings kann man dieses auch positiv werten, da es eben nicht weiter nach unten ging.

500 US-Dollar scheint die bisher fundamentale Grenze nach unten zu sein, da das vertrauen noch groß genug scheint, in Mengen darunter einzukaufen. Selbst ich konnte der Verlockung nicht inne halten und habe mir 2 BTCs gekauft. Ich bin mir relativ sicher, dass sich diese „Anlage“ bereits in den kommenden Wochen bezahlt machen wird.

Ich werde Euch auf den laufenden halten 😉

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Das Bitcoin Netzwerk wird die Transaktionsgebühren senken!


Wie in diesem Artikel zu lesen, haben die Bitcoin-Entwickler vor, die Transaktionsgebühren im Bitcoin-Netzwerk um den Faktor 10 zu reduzieren. Dieser Entschluss wurde aufgrund des relativ hohen Bitcoin/EUR Tauschkurses gefasst.

Transaktiongebühren sind kleine Beträge, die man zusätzlich zur Transaktionssumme zahlt (ähnlich wie eine Briefmarke bei der Post). Die Gebühr geht an die sogenannten „miner“, die durch Ihre Arbeit die Transaktionen verifizieren. Da dieser Betrag in satoshi (ein sehr, sehr kleiner Bruchteil eines ganzen Bitcoins) bezahlt wird und quasi fix ist, kann man unter Umständen (je nach Tauschwert) recht viel für eine Transaktion zahlen.

Durch das Kursgehopse der letzten Wochen und Tage hat man das Gefühl, dass dieses eh relativ ist, aber betrachtete man es im Ganzen, ist der Preis, seit letztem Juli, schließlich um das sechsfache angestiegen — und damit auch die Gebühren!

Es wird billiger Transaktionen auszuführen

Die Kern-Entwickler haben bereits vor drei Monaten angefangen über diese Möglichkeit zu sprechen. Zu der Zeit erwähnte der Entwickler Mike Hearn, dass die letzte Senkung mit den Release 0.8.2 im Mai 2013 geschehen ist. Damals von 50tausend satoshi auf 10tausend satoshi runter.

Das funktionierte eine Weile recht gut, aber war schon damals nicht für die Ewigkeit bestimmt. In der Vergangenheit war die durchschnittliche Gebühr bei ca 3-5cent. Nun wird es auf weniger als einen halben cent reduziert.

“In order to avoid spam, there is a hardcoded minimum, to avoid relaying transactions across the payment network that will never confirm (due to low fees or other reasons),” sagt Garzik. “This anti-spam minimum had not been adjusted since before the large price increase. Now, it’s been adjusted.”

Zudem heißt es weiter,

“It’s what’s currently in git master, although of course that’s open to be changed any time before the final release of 0.9,” he said.

Git ist ein Online-Source System, welches die Kern-Entwickler dazu nutzen, die offizielle Version zum download anzubieten.

“Actually 0.9 should have been out already,” Hearn continued. “We went to a [release candidate] 1, but the recent malleability stuff means that it got delayed a bit I think.”

Mancher hegt die Sorge, dass viele Nutzer durch die günstigen Transaktionsgebühren eine DDOS (Denial-of-Service-Attacke) auslösen und das Bitcoin-Netzwerk mit lauter kleiner und meist unnützer Transaktionen zu spamed. Deswegen wird in dem offiziellen Release auch zukünftig eine Transaktionsgebühr implementiert werden.

“I really don’t want to start playing whack-a-mole with spamming DoS attacks,” said Andresen. One proposal to try and limit spam involves restructuring the bitcoin memory pool (this is the collective memory around the network, that holds bitcoin transactions that have been received but not yet confirmed).

Garzik nennt die Hardcoded Gebühren als Bug. Er hält ein dynamisches System mit schwankenden Gebühren für sinnvoller. In seinem Szenario würde somit der Markt ganz frei entscheiden, welche Transaktionen mit welchen Gebühren in welcher Rahmenzeit oder überhaupt ausgeführt werden. Damit dieses Gebührensystem vernünftig funktioniert müssten die Relays im Bitcoin-Netzwerk die Zeitspanne erweitern, z.B. von 24 auf 48 Stunden, erläutert er weiter.

Kurzes Status Update bezüglich MtGox, Bitcoins und die Regulierungsbehörden


Der recht bekannte Bitcoin Blog CoinDesk hat in diesem Artikel ein Review auf das Jahr 2013 geworfen. Der Bericht ist als PDF hinterlegt und ließt sich sehr angenehm. Trotz Hiobsbotschaften der vergangenen Tage, lässt dieses Papier auf Besserung hoffen.

Das Krisendokument von MtGox ist „more or less“ legit

Das Dokument, auf welches ich in diesem Artikel verwies, ist laut Aussage des MtGox CEOs Mark Karpeles, „more or less legit“, wie er in einem Chat zugab.

“As the name suggests it’s a draft, and it’s a bunch of proposals to deal with the issue at hand, not things that are actually planned and/or done.”

Weiteres heißt es in diesem Verlauf

“This document was not produced by MtGox”

Laut diversen Quellen ist dieses Schriftstück von der Mutterfirma oder einem Partnerunternehmen erstellt wurden.

Bitcoins sind nun auch in Zypern „nicht illegal“

Wie Cyprus Mail in diesem Artikel bekannt gibt, hat nun die zyprische Zentralbank stellung zu Bitcoins genommen und diese als „nicht illegal“ betitelt

MtGox erhält eine Vorladung in den USA und in Japan wird offiziell Untersucht. Es wird eng!


Der Fall MtGox scheint mittlerweile auch für Behörden interessant geworden zu sein.

Laut dem Wall Street Journal wurde MtGox nun vom US Attorney’s Office in New York Vorgeladen. Ein paar tausend Kilometer weiter westlich haben nun auch Japanische Behörden offiziell bestätigt, in diesen Fall zu Untersuchen.

Das Wall Street Journal zitiert eine ungenannte Quelle, die offenbar die Bundesvorladung zu gesicht bekam, die diesen Monat an MtGox versandt wurde. Wie dem auch sei, es ist nicht zu erwarten, dass die Behörde laufende Ermittlungen kommentieren wird.

Japanische Behörden sammeln Information

Was könnte es aus MtGox sicht nun schlimmeres geben, als dass schlussendlich Behörden hinter die Mauern des Gox-Buildings schauen?

“At this stage the relevant financial authorities, the police, the Finance Ministry and others are gathering information on the case.”

„Zu diesem Zeitpunkt sammeln die Finanzbehörden, die Polizei, das Finanzministerium und weitere Institutionen Informationen bezüglich dieses Falles“, sagte der Chefkabinettssektretär Yoshihide Suga zu Reuters.

Leider hat er sich im Gesamten sehr kurz gehalten und nicht verraten, weswegen gegen MtGox ermittelt wird. Die Bank of Japan hat diesbezüglich auch (noch) kein Statement. Dieses wird vielleicht noch kommen. Ebenso hat MtGox sich zu diesem Sachverhalt (wie sollte es auch anderes sein) nicht geäußert. Sollte sich was neues ergeben, werdet ihr es selbstverständlich hier zu lesen bekommen 😉

Kraken hebt alle Dollarauszahlungen auf und bittet Kunden auf den Euro umzusteigen!


Heute hat Kraken, eine der größten Bitcointauschbörsen, bekannt gegeben, dass sie jegliche Dollar Auszahlung eingestellt haben und das entsprechende Nutzerkonto um die Summe wieder gutschreiben wird.

“Many USD withdrawals have been delayed beyond a limit we can accept, and it reflects poorly on our service,”

Viele USD Auszahlungen wurden mit so starker Verzögerung ausgeführt, dass es laut Supportaussage inakzeptabel ist, dieses weiter zu verfolgen.

“All pending USD withdrawals not already in transit are being cancelled and the funds will be automatically credited back to your account.”

Betroffene Nutzer haben nun die Möglichkeit Ihr Guthaben von Dollar in Euro umzuwandeln und erhalten als Entschädigung einen 2% Bonus. Laut Aussage vom Kraken-Support kostet die Umwandlung am Ende von Euro zu Dollar 1% oder weniger.

Nutze lieber nicht den US-Dollar!

Laut Kraken CEO Jesse Powell ist das US-Dollar-Geschäft nur ein kleiner Anteil von Kraken. Der Handel mit US-Dollars kostet das Unternehmen nicht nur eine Menge nerven, sondern aufgrund des Supports und der damit verbunden Zeit mehr, als sie dadurch verdienen. “We’re still doing dollar withdrawals and dollar trading; we just don’t want to take any more new dollars,”

“They can still withdraw, they can still trade with dollars. We just didn’t want to create any new liabilities.”

Die meisten Kraken Nutzer handeln zwar in US-Derivaten, leben aber nicht in den USA. Der CEO empfielt diesen Leuten auf Euro umzusteigen, da die Liquidität besser gegeben ist und zudem auch die Gebühren niedriger sein sollen.

“We haven’t even been going after the US market at all. We just offer the dollar because we’re able to. In hindsight we probably should not have […] at least until we have a more robust banking partner.”

“In the meantime we’re emailing all the users with dollar balances, offering to convert their balances to euros; they can trade on the euro if they want to.”

Bankpartner

Kraken ist bereits eine Weile negativ behaftet bei einigen Banken, laut Powell, welches es dem Unternehmen in der Vergangenheit schwierig machte, eine entsprechende Liquidität vor Ort aufzubauen.

“I don’t see the point of offering a service that’s just going to be an exercise in frustration,” he concluded.

“If it’s not a good service, if we can’t do it well, then why do it?”

Das sind zwar sehr harsche, aber meines Erachtens nach nachvollziehare Worte. Wenn man es nicht richtig machen kann, wieso dann Überhaupt so eine Leistung anbieten?

Jeden Tag grüßt das MtGox


MtGox 2014-02-26

Es wäre nach den vergangenen Wochen auch eine Unverschämtheit, würden noch weniger Informationen seitens MtGox fließen, als sie bisher schon tun. Wer heute die Seite von MtGox besucht hat, ist über eine neue Nachricht gestoßen, die ließt sich wie folgt.

February 26th 2014

Dear MtGox Customers,

As there is a lot of speculation regarding MtGox and its future, I would like to use this opportunity to reassure everyone that I am still in Japan, and working very hard with the support of different parties to find a solution to our recent issues.

Furthermore I would like to kindly ask that people refrain from asking questions to our staff: they have been instructed not to give any response or information. Please visit this page for further announcements and updates.

Sincerely,

Mark Karpeles

Die gute Nachricht, Mark ist laut eigener Aussage nicht mit dem Geld durchgebrannt! Die schlechte? Es gibt keine wirklichen Neuigkeit. Nur die bitte, später für entsprechende Informationen erneut vorbei zu schauen und den Support in Ruhe zu lassen, da diese eh nicht Antworten werden.

MtGox – Totschweigen? Aufsichtsbehörden bekommen Wind davon.


Die Geschehnisse der letzten Tage hat schnell dafür gesorgt, dass von jedem ein Statement kam, nur von MtGox nicht.

Wie auch immer, die letzte Stellungnahme von MtGox ließt sich wie folgt,

Dear MtGox Customers,

In the event of recent news reports and the potential repercussions on MtGox’s operations and the market, a decision was taken to close all transactions for the time being in order to protect the site and our users. We will be closely monitoring the situation and will react accordingly.

Best regards, MtGox Team

daraus geht aber nicht hervor, wieso MtGox nun auch den Handel eingestellt hat. Auf der suche nach Antworten hat mancher User versucht über die Support Seite Antworten zu erhalten, dort ließt man aber auch nur „No help desk at support.mtgox.com.“

Man sollte sich dabei vor Augen halten, dass sie nicht nur den Handel eingestellt haben, sondern die gesamte Homepage mittlerweile offline ist.

Schließlich waren die jüngsten Aussagen seitens MtGox darauf aus vertrauen bei seinen Kunden, Investoren und der Bitcoin-Gemeinschaft zu schaffen und die Wogen zu glätten. Aber wie üblich scheitert es daran, dass niemand erfährt, was hinter verschlossenen Türen besprochen wird.

In einer inoffiziellen eMail an den ehemaligen CEO Mark Kartelles zu Reuters, erläutert dieser, dass MtGox an einen entschiedenen Wendepunkt steht und die in Japan ansässige Firma bald eine entsprechende Erklärung abgeben wird.

Regulierungsbehörden nehmen Notiz

Die Reaktion auf das Verschwinden der virtuellen Branchenriesen kam ebenso schnell wie das Verschwinden an sich. Wichtige Akteure der Szene und Inhaber von entsprechenden Unternehmen äußerten sich geschlossen und distanzierten sich von MtGox.

In den U.S.A. nutzen zuweilen amerikanische Behörden, wie z.B. die Homeland Security und der Governmental Affairs Committee Chairman Tom Charper, die „Gunst der Stunde“ und haben eine Erklärung abgegeben. In dieser wird geäußert, dass US-Politiker und Aufsichtsbehörden von MtGox lernen sollten und entsprechende Gesetze auf den Weg bringen sollen — natürlich zum Schutz der Verbraucher…

“For months, our Committee has been calling on law enforcement, industry, and relevant regulators to come to the table and engage in meaningful dialogue to provide clear rules of the roads for entrepreneurs, investors, and consumers. Without these rules, businesses can’t be successful and consumers can’t be protected. If today’s news is true, it is a sad violation of consumer trust, whether through malicious action or simple incompetence. Regardless, it’s unacceptable.”

Der Vorsitzende betont, dass seine Mitarbeiter und er sehr eng mit den Bundesstellen zusammen arbeiten, um zu ermitteln, welche Lehren aus dem Scheitern gezogen werden und um weiteres sicher zu stellen, dass dieses nicht in den U.S.A. geschehen wird. Er wird weiterhin alles dran setzen, falsche Akteure zu entlarven um die gesetzestreuen zu stärken.

Man kann nur hoffen, dass eines der antreibendsten Bitcoin Länder der Welt nicht in die Verlegenheit kommt, diese und ähnliche Kryptowährungen strengen Regulierungen und Auflagen zu unterlegen.

Zuweilen ließt man auf CoinDesk, dass japanische Aufsichtsbehörden sich nicht mit den entsprechenden Kompetenzen vertraut sieht, eine Währung zu regulieren, die offiziell eben keine ist.

Bitcoin isn’t a currency; it works as an alternative to currencies, like gold. The FSA is in charge of currency-based services. Therefore, bitcoin exchanges are not a subject to our regulatory oversight.

Warum das Ende von MtGox eigentlich gute Nachrichten sind…?


Der Tot der größten Bitcoin Börse hätte kaum schneller kommen können.

MtGox sagt man hinterher knappe 744.408 Bitcoins „verloren“ zu haben – oder eben knapp 6 Prozent der gesamten Bitcoinmenge, die überhaupt entstehen kann. Das ist schlichtweg das Resultat eines Softwarefehlers und schlechten Managements.

Diese Informationen stammen aus den geleakten Dokument von MtGox, welches kurz nach der Bekanntgabe des Transaction Malleability Bugs seitens MtGox erschienen ist.

Das Manko ist eigentlich ein, bereits seit längeren, bekanntes Problem. Welches der Börse erst viel zu spät ins Auge gefallen ist. Das Dokument sagt aus, dass mit der Zeit ein Update geplant war/ist, aber der Schaden bereits entstanden war.

Gestern sah sich nun MtGox’s CEO Mark Karpeles dazu gezwungen, von seinen Posten zurück zu treten. Seit heute ist nun auch die Seite nicht mehr erreichbar.

Für manchen Nutzer der Börse ist diese Nachricht verheerend. Einige Reddit Nutzer berichten von hunderten BTCs, die sie dort zwischenlagerten, um sie nach der Bewältigung des Problems zu einen besseren Preis abzustoßen.

Aber es gibt Licht am Horizont.

MtGox wurde bereits je her als schwarzes Schaf bezeichnet. Schließlich hat sich dieses über Monate angebahnt und sie es nach Jahren nicht geschafft, wichtige Sicherheitsaspekte in Ihr Handeln mit einzubeziehen.

In einer gemeinsamen Erklärung haben fünf führende CEOs von Bitcoin Firmen und/oder Foundations erklärt, dass es bei jeder neuen Industrie auch falsche Mitbewerber gibt, die mit der Zeit auffallen und aussortiert werden, wie man heute auch erneut belegt bekommt. Damit distanzieren diese sich vehement von MtGox und deren Maskerade und fades Schauspiel.

Manch einer geht sogar soweit nun den Teufel an die Wand zu malen und das gesamte Projekt „Cryptocurrency“ als gescheitert zu betiteln. Dieses ist aber nicht richtig, viel mehr demonstriert uns dieses, wie fundamental dieses Projekt bereits ist. Schließlich sind noch einige hundert Euro Luft nach unten geblieben, trotz aller Schwarzmalerei und Hiobsbotschaften seitens MtGox.

Für eine Währung, die gerade mal knappe fünf Jahre existiert, seit dem im Preis über 9.200 Prozent gestiegen ist und stattliche 260 Prozent allein in den letzten 6 Monaten dazu gewann, ist das ein mehr als sattes Resümee.

So lange eine Nachfrage nach schnellen, recht anonymen und kosteneffizienten Transaktionsmöglichkeiten existiert, wird es auch Bedarf an alternativ Währungen wie Bitcoins geben.

Update, siehe hier

MtGox, die Lüge, der stetig fallende Bitcoin-Preis und die verschwiegene Insolvenz


Wer ähnlich tief involviert in die Bitcoin-Szene ist, dem wird das traurige Spektakel der letzten Wochen und Monate nicht entgagen sein.

Was ist MtGox?

Auszug aus Wikipedia

Mt.Gox ist einer der weltweit größten Handelsplätze für Bitcoins. Es wurde 2009 als Tauschplatz für Sammelkarten gegründet, aber 2010 zu einer Bitcoin-Börse umgewidmet und wurde schnell einer der wichtigsten Wettbewerber im Bitcoin-Handel. Im August 2013 wurden 60 % des weltweiten Bitcoin-Handelsvolumens über die Plattform vermittelt. Das Handelsvolumen der vergangenen 30 Tage betrug am 15. November 2013 152592 BTC, was ca. 28,5 Mio. Euro entspricht.

Neu seit heute:

Seit dem 25. Februar 2014 ist die Internetseite des Anbieters nicht mehr erreichbar. Außerdem wurde der gesamte Twitter-Feed der Börse geleert. Wenige Stunden zuvor trat der Chef der Börse, Mark Karpelès, von seinem Vorstandssitz in der Bitcoin-Foundation zurück.

Was ist Passiert?

Die bisher größte Tauschbörse MtGox hat schon seit geraumter Zeit arge Probleme bei der € bzw. $ Auszahlung. Diese wurden nur schleppend bis gar nicht ausgeführt. In der Eurozone musste man sich z.B. auf 2-12 Wochen reguläre Auszahlungszeit einstellen.

Noch am 5. Januar 2014 verzeichnete der Bitcoinkurs neue Höchstpreise und versprach vielen einen guten Start ins Jahr 2014. Dieses sollte sich aber schnell ändern mit dem Zusammensturz von MtGox. Am 7. Februar 2014 stellte MtGox jegliche Bitcoin Auszahlung bis auf weiteres ein. Kurz darauf gab MtGox die scheinbaren Beweggründe dahinter bekannt. Sie haben offensichtlich einen Fehler im Bitcoin-Protokoll gefunden, welcher es ermöglicht, gezielt eine Bitcoin Transaktion zu manipulieren. Eine Hiobsbotschaft die um die Welt ging und die Bitcoin Preise global eistürzen ließ.

Trotzdessen, dass sich diese Information -fast- binnen Sekunden als falsch erwieß, änderte es nichts am Gesamtfiasko. Der Fehler, auf den MtGox verwies, ist seit einer Ewigkeit bekannt und bereits seit 2011 im offiziellen Bitcoin Wiki hinterlegt.

Der virtuelle Handel von Bitcoins auf den Börsenschauplatz MtGox war trotz der Probleme weiterhin möglich und durch einige „angenehmere“ Nachrichten fühlte sich mancher User scheinbar, trotz aller Warnungen, angetan vom günstigen BTC Preis und zahlten weiterhin Geld bei MtGox ein. Das alles in der Hoffnung, dass MtGox die „Probleme“ gelöst bekommt und die BTCs auszahlen wird.

Wie sich heute zeigt gibt es aber einen ganz anderen Beweggrund hinter dem ganzen Spektakel. Wie dieser Artikel bei Coindesk erläutert, wurden MtGox über die vergangenen Monate, wenn nicht sogar Jahre, insgesamt 744,400 BTCs geklaut. Das entspricht etwa 6% ALLER JE MÖGLICHEN BITCOINS die im Umlauf kommen können. Eine schier unendlich Menge. Laut dem Coindesk Artikel sind es ca. 350 Millionen $ zum aktuellen Kurs.

Da wundert es natürlich niemanden mehr, dass die Massen aufschreien und von einer verschleierten Insolvenz seitens MtGox reden, wütend sind und innerlich damit kämpfen, Ihr Geld abzuschreiben.

Wie genau konnte das passieren?

Das werden sich nun vermutlich viele der leidigen Kunden fragen.
Tatsache scheint zu sein, dass sich ein oder mehrere gewiefte Hacker den Transaction Malleability Bug und die Unwissenheit der MtGox-Betreiber zu nutzen gemacht haben. Ich versuche mal auszudrücken, was sich dahinter verbirgt anhand dieses Bildes:

Der grüne Kasten ist die TransaktionsID und kann verändert werden ohne eine neue “Unterschrift” des Besitzers zu benötigen.

Dadurch ergibt sich die Möglichkeit dieselbe Transkation unter einer anderen TransaktionsID im Netzwerk zu verbreiten, sofer diese zuerst eingepflegt wird, als jene, die vom Marktplatz erstellt wird. Geschieht dies, bekommt der Angreifer seine Bitcoins unter einer anderen TransaktionsID vom Bitcoin Netzwerk augezahlt und kann eine Beschwerde beim Marktplatz einreichen.
Der Marktplatz wird im System die verbundene Transaktion raussuchen und festellen, dass die Blockchain ihre TransaktionsID nicht führt. Ist ja auch kein Wunder, die wurde ja auch überschrieben und wird nun unter einer anderen TransaktionsID geführt. Nun könnte der Support des Marktplattzes den Schluss ziehen, dass die Transaktion nicht ausgeführt wurde und dem Kunden seine Bitcoin entsprechend wieder gutschreiben.

Wenn ein Marktplatz also nicht die TransaktionsID zur Identifikation einer Auszahlungen nutzt, sondern die Inhalte der Transaktion (roter Kasten im Bild: Empfänder, BTC Menge, Zeitstempel) kann so etwas nicht mehr passieren. Würde der Support nach diesen Variablen suchen, kann die Auszahlung immer zugeordnet und ein solcher Angriff unterbunden werden.