Börse

Trotz Pleite kein Kursverlust


Trotz der verheerenden Pleite MtGox’s kann man ein gutes abgewinnen. Durch die Insolvenz und die daraus resultierenden Kursverluste wurden wir wieder in den Oktober 2013 zurück katapultiert. Allerdings kann man dieses auch positiv werten, da es eben nicht weiter nach unten ging.

500 US-Dollar scheint die bisher fundamentale Grenze nach unten zu sein, da das vertrauen noch groß genug scheint, in Mengen darunter einzukaufen. Selbst ich konnte der Verlockung nicht inne halten und habe mir 2 BTCs gekauft. Ich bin mir relativ sicher, dass sich diese „Anlage“ bereits in den kommenden Wochen bezahlt machen wird.

Ich werde Euch auf den laufenden halten 😉

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Warum das Ende von MtGox eigentlich gute Nachrichten sind…?


Der Tot der größten Bitcoin Börse hätte kaum schneller kommen können.

MtGox sagt man hinterher knappe 744.408 Bitcoins „verloren“ zu haben – oder eben knapp 6 Prozent der gesamten Bitcoinmenge, die überhaupt entstehen kann. Das ist schlichtweg das Resultat eines Softwarefehlers und schlechten Managements.

Diese Informationen stammen aus den geleakten Dokument von MtGox, welches kurz nach der Bekanntgabe des Transaction Malleability Bugs seitens MtGox erschienen ist.

Das Manko ist eigentlich ein, bereits seit längeren, bekanntes Problem. Welches der Börse erst viel zu spät ins Auge gefallen ist. Das Dokument sagt aus, dass mit der Zeit ein Update geplant war/ist, aber der Schaden bereits entstanden war.

Gestern sah sich nun MtGox’s CEO Mark Karpeles dazu gezwungen, von seinen Posten zurück zu treten. Seit heute ist nun auch die Seite nicht mehr erreichbar.

Für manchen Nutzer der Börse ist diese Nachricht verheerend. Einige Reddit Nutzer berichten von hunderten BTCs, die sie dort zwischenlagerten, um sie nach der Bewältigung des Problems zu einen besseren Preis abzustoßen.

Aber es gibt Licht am Horizont.

MtGox wurde bereits je her als schwarzes Schaf bezeichnet. Schließlich hat sich dieses über Monate angebahnt und sie es nach Jahren nicht geschafft, wichtige Sicherheitsaspekte in Ihr Handeln mit einzubeziehen.

In einer gemeinsamen Erklärung haben fünf führende CEOs von Bitcoin Firmen und/oder Foundations erklärt, dass es bei jeder neuen Industrie auch falsche Mitbewerber gibt, die mit der Zeit auffallen und aussortiert werden, wie man heute auch erneut belegt bekommt. Damit distanzieren diese sich vehement von MtGox und deren Maskerade und fades Schauspiel.

Manch einer geht sogar soweit nun den Teufel an die Wand zu malen und das gesamte Projekt „Cryptocurrency“ als gescheitert zu betiteln. Dieses ist aber nicht richtig, viel mehr demonstriert uns dieses, wie fundamental dieses Projekt bereits ist. Schließlich sind noch einige hundert Euro Luft nach unten geblieben, trotz aller Schwarzmalerei und Hiobsbotschaften seitens MtGox.

Für eine Währung, die gerade mal knappe fünf Jahre existiert, seit dem im Preis über 9.200 Prozent gestiegen ist und stattliche 260 Prozent allein in den letzten 6 Monaten dazu gewann, ist das ein mehr als sattes Resümee.

So lange eine Nachfrage nach schnellen, recht anonymen und kosteneffizienten Transaktionsmöglichkeiten existiert, wird es auch Bedarf an alternativ Währungen wie Bitcoins geben.

Update, siehe hier

MtGox, die Lüge, der stetig fallende Bitcoin-Preis und die verschwiegene Insolvenz


Wer ähnlich tief involviert in die Bitcoin-Szene ist, dem wird das traurige Spektakel der letzten Wochen und Monate nicht entgagen sein.

Was ist MtGox?

Auszug aus Wikipedia

Mt.Gox ist einer der weltweit größten Handelsplätze für Bitcoins. Es wurde 2009 als Tauschplatz für Sammelkarten gegründet, aber 2010 zu einer Bitcoin-Börse umgewidmet und wurde schnell einer der wichtigsten Wettbewerber im Bitcoin-Handel. Im August 2013 wurden 60 % des weltweiten Bitcoin-Handelsvolumens über die Plattform vermittelt. Das Handelsvolumen der vergangenen 30 Tage betrug am 15. November 2013 152592 BTC, was ca. 28,5 Mio. Euro entspricht.

Neu seit heute:

Seit dem 25. Februar 2014 ist die Internetseite des Anbieters nicht mehr erreichbar. Außerdem wurde der gesamte Twitter-Feed der Börse geleert. Wenige Stunden zuvor trat der Chef der Börse, Mark Karpelès, von seinem Vorstandssitz in der Bitcoin-Foundation zurück.

Was ist Passiert?

Die bisher größte Tauschbörse MtGox hat schon seit geraumter Zeit arge Probleme bei der € bzw. $ Auszahlung. Diese wurden nur schleppend bis gar nicht ausgeführt. In der Eurozone musste man sich z.B. auf 2-12 Wochen reguläre Auszahlungszeit einstellen.

Noch am 5. Januar 2014 verzeichnete der Bitcoinkurs neue Höchstpreise und versprach vielen einen guten Start ins Jahr 2014. Dieses sollte sich aber schnell ändern mit dem Zusammensturz von MtGox. Am 7. Februar 2014 stellte MtGox jegliche Bitcoin Auszahlung bis auf weiteres ein. Kurz darauf gab MtGox die scheinbaren Beweggründe dahinter bekannt. Sie haben offensichtlich einen Fehler im Bitcoin-Protokoll gefunden, welcher es ermöglicht, gezielt eine Bitcoin Transaktion zu manipulieren. Eine Hiobsbotschaft die um die Welt ging und die Bitcoin Preise global eistürzen ließ.

Trotzdessen, dass sich diese Information -fast- binnen Sekunden als falsch erwieß, änderte es nichts am Gesamtfiasko. Der Fehler, auf den MtGox verwies, ist seit einer Ewigkeit bekannt und bereits seit 2011 im offiziellen Bitcoin Wiki hinterlegt.

Der virtuelle Handel von Bitcoins auf den Börsenschauplatz MtGox war trotz der Probleme weiterhin möglich und durch einige „angenehmere“ Nachrichten fühlte sich mancher User scheinbar, trotz aller Warnungen, angetan vom günstigen BTC Preis und zahlten weiterhin Geld bei MtGox ein. Das alles in der Hoffnung, dass MtGox die „Probleme“ gelöst bekommt und die BTCs auszahlen wird.

Wie sich heute zeigt gibt es aber einen ganz anderen Beweggrund hinter dem ganzen Spektakel. Wie dieser Artikel bei Coindesk erläutert, wurden MtGox über die vergangenen Monate, wenn nicht sogar Jahre, insgesamt 744,400 BTCs geklaut. Das entspricht etwa 6% ALLER JE MÖGLICHEN BITCOINS die im Umlauf kommen können. Eine schier unendlich Menge. Laut dem Coindesk Artikel sind es ca. 350 Millionen $ zum aktuellen Kurs.

Da wundert es natürlich niemanden mehr, dass die Massen aufschreien und von einer verschleierten Insolvenz seitens MtGox reden, wütend sind und innerlich damit kämpfen, Ihr Geld abzuschreiben.

Wie genau konnte das passieren?

Das werden sich nun vermutlich viele der leidigen Kunden fragen.
Tatsache scheint zu sein, dass sich ein oder mehrere gewiefte Hacker den Transaction Malleability Bug und die Unwissenheit der MtGox-Betreiber zu nutzen gemacht haben. Ich versuche mal auszudrücken, was sich dahinter verbirgt anhand dieses Bildes:

Der grüne Kasten ist die TransaktionsID und kann verändert werden ohne eine neue “Unterschrift” des Besitzers zu benötigen.

Dadurch ergibt sich die Möglichkeit dieselbe Transkation unter einer anderen TransaktionsID im Netzwerk zu verbreiten, sofer diese zuerst eingepflegt wird, als jene, die vom Marktplatz erstellt wird. Geschieht dies, bekommt der Angreifer seine Bitcoins unter einer anderen TransaktionsID vom Bitcoin Netzwerk augezahlt und kann eine Beschwerde beim Marktplatz einreichen.
Der Marktplatz wird im System die verbundene Transaktion raussuchen und festellen, dass die Blockchain ihre TransaktionsID nicht führt. Ist ja auch kein Wunder, die wurde ja auch überschrieben und wird nun unter einer anderen TransaktionsID geführt. Nun könnte der Support des Marktplattzes den Schluss ziehen, dass die Transaktion nicht ausgeführt wurde und dem Kunden seine Bitcoin entsprechend wieder gutschreiben.

Wenn ein Marktplatz also nicht die TransaktionsID zur Identifikation einer Auszahlungen nutzt, sondern die Inhalte der Transaktion (roter Kasten im Bild: Empfänder, BTC Menge, Zeitstempel) kann so etwas nicht mehr passieren. Würde der Support nach diesen Variablen suchen, kann die Auszahlung immer zugeordnet und ein solcher Angriff unterbunden werden.